Lesermeinungen

 

 

Erstaunlich, wie deutlich sich die Konturen bei unvoreingenommener Lektüre dessen, was dasteht, abzeichnen, und wie deutlich die menschliche Verfasstheit erkennbar wird. Etwa so, denke ich mir, hat wohl auch Goethe das AT gelesen, jedenfalls hat er mehrfach auf die Widersprüche, Ungereimtheiten, Grässlichkeiten hingewiesen. Aber so weit ich sehe, hat weder er noch sonst jemand eine derartige Nacherzählung vorgelegt, wie Sie es nun getan haben. Im Einzelnen kann ich die Gewichtungen nicht überprüfen - ich bin weder Alttestamentler, noch Hebraist -, aber so weit, wie ich mich auskenne, zeichnen Sie ein sehr genaues Bild, das vielen zu schaffen machen wird oder machen sollte - vorausgesetzt natürlich, dass sie's lesen. Dann und wann, vorallem gegen Schluss, hätte ich mir etwas deutlichere Folgerungen oder härtere Fragestellungen gewünscht, beileibe nicht in psychoanalytischer, wohl aber in religionsgeschichtlicher, religionsgenetischer Richtung, aber ich verstehe gut, dass Sie darauf verzichten wollten. Für die Werbung freilich, wäre eine weniger zurückhaltende Charakterisierung nützlich gewesen. So, wie es nun vorliegt, sieht man Ihrem Buch die Sprengkraft nicht an, die es jedenfalls für diejenigen haben kann, die nachzudenken gewillt sind. Jack Miles - der Ihnen in einigen Aspekten vielleicht doch recht nahe kommt, obgleich Sie ihn nicht erwähnen - war da mit seiner Biographie Gottes angriffslustiger und vermutlich, was die Auflage betrifft, erfolgreicher.

J. Anderegg

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Die Lektüre hat mir Spaß gemacht. Sie diskutieren die Texte irgenwie frisch und ungekocht, und dann schmecken sie, vor allem, da Sie sie oft gleich nacheinander in verschieden zubereiteten Gerichten präsentieren. Ich habe zu vielen Texten ganz neue Gedanken gefunden. Ich kann sie nicht immer glauben, aber darüber nachdenken kann und muß ich sehr wohl. Die Perspektive, die Sie einnehmen, erlaubt es Ihnen auch, wirklich so zu lesen, wie Sie lesen.

Im ganzen würde ich Sie bei den Reader-response-Interpreten einordnen, und zwar etwas mehr, als ich es mir selbst erlauben würde. Ich meine schon, daß wir alle unsere Leser-Fragen an den Text stellen sollten. Aber vielleicht müssen wir erst noch etwas länger den Text sein eigenes Wort sagen lassen. Dann kann es sein, daß er auf unsere Fragen an anderen Stellen antwortet als da, wo uns die Fragen kamen. Und daß er manches, was wir zunächst zu vernehmen glaubten, gar nicht sagen will.

Das Buch kann sicher vielen Menschen neue Zugänge zur Bibel eröffnen. Und auf jeden Fall exemplifiziert es die narrative Analyse, die im deutschsprachigen Bereich so wenig Echo hat.

Norbert Lohfink

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In einer Ferienwoche hatte ich das Vergnügen, in Ihrem Text "Schicksal Gott Fiktion" zu lesen. In Ihrem Begleitbrief haben Sie vorweg geschildert, wie es mir ergangen ist: nach dem Anlesen war ich alsbald hineingezogen ... Ich denke, hier ist nicht der Ort, im Einzelnen auf Ihr Werk zu reagieren. Nur soviel: Es ist von beeindruckender sprachlicher und gedanklicher Kraft. (Dass diese Feststellung kritische Rückfragen nicht ausschliesst, ist klar.)

Walter Dietrich

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Das Buch ist nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern vor allem auch wunderbar spannend und erfrischend geschrieben. Denen, die die Bibel schon immer einmal lesen wollten und es letztlich doch nie taten, sei das Buch ebenso empfohlen wie denen, die täglichen Umgang mit der Heiligen Schrift pflegen.

Amazon.de - Leserrezension

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Im Ganzen fand ich Ihr Buch interessant, jetzt werde ich doch wohl mal in der Bibel schmökern müssen, denn viele Geschichten kannte ich nicht oder nicht richtig - Folgen einer areligiösen Erziehung!

D. Dane

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